Kleiner Wechsel, spürbarer Effekt
Luftfilter, Innenraumfilter und Kraftstofffilter wechseln
Filter sind kleine Teile mit großer Wirkung. Der Luftfilter entscheidet, wie sauber und wie frei der Motor atmet. Der Innenraumfilter entscheidet, was Sie im Auto einatmen. Der Kraftstofffilter hält Schmutz und Wasser von Pumpe und Einspritzsystem fern. Alle drei arbeiten unauffällig, bis sie zugesetzt sind, und dann zeigen sich die Folgen an ganz anderen Stellen: weniger Durchzug, beschlagene Scheiben, ein Motor, der unter Last ruckelt. Im Stop-and-go rund um Frankfurt und auf den Pendelstrecken nach Offenbach und Hanau setzen sich Filter schneller zu als auf reiner Landstraße. Wir sehen uns bei jedem Service alle Filter an und wechseln das, was tatsächlich fällig ist.
Luftfilter und die Sache mit der Leistung
Der Motor braucht für jedes Gramm Kraftstoff eine bestimmte Menge Luft. Der Luftfilter hält Staub, Insekten und Blütenreste von Luftmassenmesser, Drosselklappe und Brennraum fern. Setzt er sich zu, steigt der Widerstand vor der Drosselklappe. Der Motor bekommt weniger Luft, das Steuergerät regelt nach und der Verbrauch geht nach oben, während der Durchzug schwächer wird. Wir ziehen den Filter heraus und sehen ihn im Gegenlicht an. Ein gleichmäßig grauer Filter ist normal, dunkle verklebte Zonen und Ölnebel sind es nicht. Ölspuren im Filterkasten deuten auf die Kurbelgehäuseentlüftung hin, das notieren wir dann getrennt. Wichtig ist außerdem der saubere Sitz der Dichtlippe, denn Nebenluft am Filterrand bringt ungefilterten Staub direkt in den Ansaugtrakt.
Innenraumfilter für Pollen, Feuchtigkeit und Geruch
Der Innenraumfilter sitzt meist hinter dem Handschuhfach oder unter der Windschutzscheibe und filtert die Luft, die durch das Gebläse in den Innenraum strömt. Er hält Pollen, Staub und Ruß zurück, Aktivkohlevarianten dazu einen Teil der Gerüche. Ein zugesetzter Filter macht sich zuerst am Gebläse bemerkbar: Die höchste Stufe schafft kaum noch Luft, die Scheiben beschlagen morgens länger und beim Einschalten riecht es muffig. Der Grund ist Feuchtigkeit im Filtervlies, in der sich Keime und Schimmel festsetzen. Für Allergiker ist der Filter der wichtigste im ganzen Auto, besonders im Frühjahr auf den Strecken durch Frankfurt und ins Umland. Wir prüfen beim Wechsel auch den Filterkasten selbst, denn Laub und Nadeln im Wasserkasten setzen den nächsten Filter sofort wieder zu.
Kraftstofffilter und Wechselintervalle
Der Kraftstofffilter schützt Hochdruckpumpe und Injektoren vor Partikeln, bei Dieselfahrzeugen zusätzlich vor Wasser. Ist er zu, fehlt Druck genau dann, wenn der Motor viel braucht: beim Beschleunigen, am Berg, bei Volllast. Typisch ist ein Ruckeln unter Last, während der Leerlauf sauber bleibt. Wasser im Filter ist der teurere Fall, weil es die Schmierung im Einspritzsystem stört. Manche Dieselmodelle haben deshalb einen Ablass am Filtergehäuse. Zu den Intervallen: Wir richten uns nach den Vorgaben des Herstellers für Ihr Modell und rechnen bei viel Kurzstrecke, Staubbelastung oder wechselnder Tankqualität kürzer. Grob gilt der Innenraumfilter als jährlicher Posten, der Luftfilter als Serviceposten, der Kraftstofffilter je nach Motor deutlich seltener. Was für Ihr Auto gilt, sehen wir im Serviceplan nach.
Häufige Fragen
Luft- & Innenraumfilter — kurz erklärt
Wie oft muss der Innenraumfilter gewechselt werden?
Als Faustregel einmal im Jahr oder zum Serviceintervall des Herstellers. Wer viel in der Stadt oder im Stau steht, wechselt eher etwas früher. Ausschlaggebend ist der Zustand: Ein Filter mit dunklem Vlies, Laubresten und feuchtem Geruch gehört raus, unabhängig davon, wie lange er drin war. Wir zeigen Ihnen das alte Teil, dann können Sie selbst entscheiden.
Bringt ein neuer Luftfilter wirklich mehr Leistung?
Mehr Leistung als ab Werk bringt er nicht. Er stellt aber den Zustand wieder her, für den der Motor ausgelegt ist. Wenn der alte Filter stark zugesetzt war, merken Sie danach mehr Durchzug und oft einen etwas ruhigeren Verbrauch. Versprechen von Sportfiltern mit Mehrleistung im freien Ansaugbereich sehen wir kritisch, weil dabei die Filterwirkung leidet.
Kann ich Filter selbst wechseln?
Innenraum- und Luftfilter sind bei vielen Modellen mit wenigen Handgriffen zugänglich, da spricht nichts dagegen. Achten Sie auf die Einbaurichtung und darauf, dass die Dichtlippe rundum sauber sitzt. Der Kraftstofffilter ist eine andere Nummer: Dort steht je nach System Druck an, Kraftstoff tritt aus und die Anlage muss danach entlüftet werden. Das machen wir lieber selbst.
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