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AUTOSERVICE nm

Wechsel, Montage, Auswuchten

Reifen und Räder in Frankfurt

Die gesamte Verbindung Ihres Autos zur Straße ist so groß wie vier Handflächen. Alles, was Lenken, Bremsen und Beschleunigen ausmacht, läuft über diese Fläche. Trotzdem wird beim Reifen häufiger nach Preis als nach Zustand entschieden. Dabei entscheidet nicht nur das Profil, sondern auch das Alter der Gummimischung, der Rundlauf des Rades und ein korrekt angelerntes Reifendruckkontrollsystem. Wir montieren, wuchten und prüfen den Zustand ehrlich, statt Ihnen einen Satz aufzuschwatzen, der noch eine Saison hält. Ob Sommer, Winter oder Ganzjahresreifen: Wir sagen Ihnen, was zu Ihrem Fahrprofil zwischen Frankfurt, Maintal und Hanau wirklich passt.

Profiltiefe, Reifenalter und das Verschleißbild

Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter Restprofil in den Hauptrillen. Fahrpraktisch ist das zu wenig: Ein Sommerreifen verliert schon unter drei Millimetern deutlich an Wasserverdrängung, ein Winterreifen greift unter vier Millimetern kaum noch. Genauso wichtig ist das Alter. Die vierstellige DOT-Nummer auf der Flanke nennt Produktionswoche und Jahr. Nach etwa sechs bis acht Jahren wird die Mischung hart, unabhängig davon, wie viel Profil noch da ist. Verräterisch ist außerdem das Verschleißbild: innen abgefahren deutet auf zu viel negativen Sturz oder eine verstellte Spur, außen abgefahren auf zu wenig Luftdruck, sägezahnartige Kanten auf müde Stoßdämpfer. Eine Beule in der Flanke bedeutet einen Karkassenschaden, meist nach einem harten Bordsteinkontakt, und heißt immer Reifenwechsel.

Wuchten, Rundlauf und die Radbefestigung

Schon wenige Gramm Unwucht sind bei Tempo 90 bis 120 im Lenkrad zu spüren. Beim Wuchten wird zwischen statischer und dynamischer Unwucht unterschieden, deshalb sitzen die Gewichte an zwei Ebenen des Rades. Klebegewichte halten nur auf einer sauberen, fettfreien Fläche, das ist kein Detail, sondern der häufigste Grund für ein Gewicht, das nach vier Wochen im Radkasten liegt. Was sich nicht wegwuchten lässt, ist ein Höhen- oder Seitenschlag, also ein krummes Rad oder ein Reifen mit Höhenversatz. Das erkennt man beim Abdrehen, nicht am Gewicht. Ebenso wichtig ist die Radnabe: Sitzt Rost auf der Anlagefläche, verliert die Schraubverbindung nach kurzer Zeit ihre Vorspannung. Deshalb wird die Fläche gereinigt, und die Bolzen werden mit Drehmomentschlüssel angezogen.

RDKS gehört dazu, auch beim Radwechsel

Alle Pkw mit Erstzulassung ab November 2014 haben ein Reifendruckkontrollsystem. Bei indirekten Systemen rechnet die Elektronik den Druck über die Raddrehzahlen des ABS aus, hier reicht nach dem Wechsel ein Reset über das Menü. Direkte Systeme haben in jedem Rad einen Sensor mit Funkmodul und fest verbauter Batterie, die je nach Fahrweise etwa fünf bis zehn Jahre hält. Diese Sensoren müssen nach einem Radwechsel ihre Kennung an das Steuergerät übergeben, entweder über eine Anlernfahrt oder über die Diagnose. Sensoren sind außerdem Verschleißteile: Ventileinsatz, Dichtring und Mutter gehören bei jeder Reifenmontage als Servicekit erneuert, weil Aluminium und Alterung sonst zu Druckverlust führen. Ein dauerhaft defektes System ist bei der Hauptuntersuchung ein Mangel.

Häufige Fragen

Reifen & Räder — kurz erklärt

Reichen meine alten M+S-Reifen im Winter noch?

Bei winterlichen Verhältnissen schreibt die StVO Reifen mit dem Alpine-Symbol vor, also dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Die Übergangsregelung für ältere Reifen, die nur die Kennung M+S tragen, ist ausgelaufen. Wer damit bei Schnee oder Eisglätte unterwegs ist, riskiert Bußgeld und Probleme mit der Versicherung. Prüfen Sie die Flanke, das Symbol steht direkt neben der Größenangabe.

Kann ein Reifen mit Nagel repariert werden?

Kommt darauf an, wo der Schaden sitzt. Ein kleiner Einstich im mittleren Bereich der Lauffläche lässt sich fachgerecht von innen mit einem Reparaturkörper schließen, sofern der Reifen nicht mit zu wenig Druck weitergefahren wurde. In der Schulter oder in der Flanke ist eine Reparatur nicht zulässig. Auch ein Reifen, der im Notlauf gefahren wurde, wird ersetzt.

Muss ich die Räder wirklich nachziehen lassen?

Ja. Nach dem Wechsel setzen sich Rad, Nabe und Bolzen unter Last noch minimal. Nach etwa 50 bis 100 Kilometern sollte das Drehmoment deshalb kontrolliert werden. Das dauert wenige Minuten und verhindert den Fall, an den niemand denken will. Wer selbst nachzieht, macht das mit Drehmomentschlüssel und nicht mit Gefühl aus dem Handgelenk.

Reifen & Räder nötig? Wir schauen es uns an.

Ein kurzer Anruf reicht meistens, um einzuschätzen, was ansteht. Sie erreichen uns direkt in der Werkstatt.

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