Prüfen, befüllen, desinfizieren
Klimaservice in Frankfurt
Wenn die Klimaanlage im Sommer nur noch lauwarme Luft liefert, ist selten ein Bauteil kaputt. Meistens fehlt Kältemittel. Jede Anlage verliert bauartbedingt etwas davon pro Jahr, weil das Gas durch die flexiblen Schläuche diffundiert. Sinkt die Füllmenge zu weit, kühlt die Anlage schlechter, und der Kompressor bekommt zu wenig Öl, weil dieses im Kältemittel mitläuft. Genau daraus entsteht der teure Schaden. Die Klimaanlage ist außerdem kein Sommerthema: Sie entfeuchtet die Luft und sorgt dafür, dass beschlagene Scheiben im Winter schnell wieder frei werden. Wir prüfen die Anlage komplett, statt nur Gas nachzukippen.
R134a oder R1234yf entscheidet über alles Weitere
Ältere Fahrzeuge arbeiten mit R134a, Neufahrzeuge seit 2017 durchgehend mit R1234yf. Beide Kältemittel sind nicht mischbar, haben unterschiedliche Serviceanschlüsse und unterschiedliche Druckniveaus. Dazu kommt das Öl: In den meisten Anlagen läuft ein PAG-Öl, dessen Viskosität zum verbauten Kompressor passen muss. Bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen mit elektrisch angetriebenem Kompressor ist stattdessen ein POE-Öl vorgeschrieben, weil PAG-Öl Feuchtigkeit zieht und damit die elektrische Isolation gefährdet. Wer hier das falsche Öl einfüllt, zerstört den Kompressor und im schlimmsten Fall mehr. Die korrekte Füllmenge steht auf dem Aufkleber im Motorraum, angegeben in Gramm. Deshalb wird beim Service gewogen und nicht nach Gefühl befüllt, denn zu viel Kältemittel kühlt genauso schlecht wie zu wenig und treibt zusätzlich den Hochdruck nach oben.
Warum die Anlage leer wird
Neben der normalen Diffusion durch die Schläuche gibt es typische Verlustquellen. O-Ringe an den Verschraubungen werden über die Jahre hart und geben nach. Der Kondensator sitzt ganz vorne im Fahrtwind, direkt hinter dem Stoßfänger, und bekommt Steinschlag, Streusalz und Feuchtigkeit ab, bis er an einer Stelle durchkorrodiert. Der Verdampfer im Innenraum ist schwerer zu erreichen und wird an den Anschlüssen undicht. Auch die Wellendichtung am Kompressor leckt mit den Jahren. Deshalb gehört zu einem sinnvollen Service die Dichtheitsprüfung: Nach dem Absaugen wird die Anlage evakuiert und muss das Vakuum über eine festgelegte Zeit halten. Zusätzlich zeigt ein Kontrastmittel unter UV-Licht später genau, an welcher Stelle es austritt. Nachfüllen ohne diese Prüfung ist Geld, das in die Umgebungsluft geht.
Trockner, Innenraumfilter und der Geruch aus den Düsen
Im Kreislauf sitzt ein Trockner oder Sammler mit einem Granulat, das Restfeuchtigkeit bindet. Wasser im System ist der eigentliche Feind: Zusammen mit dem Kältemittel bildet es Säure, die Leitungen und Kompressor von innen angreift, und es kann am Expansionsventil vereisen. Wird der Kreislauf für eine Reparatur geöffnet, gehört der Trockner erneuert, weil das Granulat sich innerhalb kurzer Zeit vollsaugt. Ein zweites Thema ist der muffige Geruch beim Einschalten. Er kommt vom Verdampfer, an dem Kondenswasser steht und sich ein Biofilm bildet. Dagegen hilft nur eine Reinigung mit einem frischen Innenraumfilter, kein Duftspray. Ein einfacher Tipp für den Alltag in Frankfurt: Schalten Sie die Kühlung kurz vor dem Ziel ab und lassen Sie das Gebläse laufen, dann trocknet der Verdampfer.
Häufige Fragen
Klimaanlage — kurz erklärt
Wie oft braucht die Klimaanlage einen Service?
Als Richtwert alle zwei Jahre, weil jede Anlage systembedingt Kältemittel verliert. Fahrzeuge, die im Winter kaum mit eingeschalteter Kühlung laufen, trocknen zusätzlich an den Dichtungen aus. Wird die Anlage schon nach wenigen Monaten wieder schwach, ist das kein normaler Verlust, sondern ein Leck. Dann ist eine Dichtheitsprüfung sinnvoller als das nächste Befüllen.
Kann man R1234yf durch das günstigere R134a ersetzen?
Nein. Die beiden Kältemittel haben unterschiedliche Serviceanschlüsse, unterschiedliche Betriebsdrücke und unterschiedliche Ölfreigaben. Die Bauteile im Kreislauf sind für das jeweilige Medium ausgelegt. Ein Umfüllen ist technisch nicht zulässig und führt zu schlechter Kühlleistung bis hin zum Schaden am Kompressor. Wir befüllen jede Anlage mit dem Kältemittel, das der Hersteller vorgesehen hat.
Warum kühlt die Anlage nach dem Befüllen bald wieder schlecht?
Weil dann in der Regel ein Leck vorliegt, das beim reinen Nachfüllen niemand gesucht hat. Häufige Stellen sind poröse O-Ringe an den Verschraubungen, ein durch Steinschlag beschädigter Kondensator und undichte Anschlüsse am Verdampfer. Über das Kontrastmittel lässt sich die Stelle bei einer erneuten Prüfung sichtbar machen, weshalb wir es beim Befüllen gleich mit einbringen.
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